Der Jugendkirchentag der Landeskirche findet alle zwei Jahre an unterschiedlichen Orten statt und die Evangelische Jugend im Dekanat ist mit dem Oasenmobil, ein Wohnwagen, ein fester Bestandteil des Events. Der Wohnwagen ist das Erkennungsmerkmal der Evang. Jugend. Geparkt neben dem blauen Café-Bauwagen, der Evangelischen Jugend Alzey-Wöllstein, waren die Farben orange und blau der Evangelischen Jugend von weitem erkennbar. „Wir haben dieses Jahr erneut mit der Evangelischen Jugend Alzey-Wöllstein kooperiert. Die Jugendlichen konnten sich untereinander vernetzen und wir hatten vielfältige Einsatzmöglichkeiten für die Jugendlichen“, erklärt Britta Nicolay (Dekanatsjugendreferentin).
Der Vorstand der Evangelischen Jugend im Dekanat hat das Angebot auf dem Jugendkirchentag mitentschieden und so stand fest, dass aus alten Fahnen neue Turnbeutel genäht werden und Spieleworkshops angeboten werden. Damit diese Angebote genauer ausgearbeitet und erprobt werden konnten, gab es im Mai einen Teamtag zu dem die 15 Jugendlichen eingeladen wurden. „Der Tag war hilfreich um sich gegenseitig kennenzulernen, die Rahmenbedingungen wie auch das Schutzkonzept erklärt zu bekommen und um sich nach seinen Interessen einem Angebot zu zuordnen und es auszuprobieren“, berichtet Julia (16 Jahre alt). Auf dem Jugendkirchentag wurden zahlreiche Turnbeutel genäht. „Das Angebot wurde gut angenommen. Es kam selten vor, dass nicht alle 4 Nähmaschinen besetzt gewesen waren. Und interessant fand ich, dass Junge wie auch Mädels genäht haben“, berichtet Pia (Vorsitzende der Evang. Jugendvertretung im Dekanat). Das Nähangebot wurde nachmittags durch Spieleworkshops abgelöst. Begeisterte Musiker:innen haben das Spiel Hitster, in eine analoge Fassung übertragen und packten auf Bierzeltgarnituren die Gitarre und das Cajóng aus, sangen Lieder an und die Zuhörer sortierten die Lieder in die richtige Jahreszahlfolge. Die Spielvariante hat Interesse bei den Besuchenden geweckt und hat Jugendliche mit gleichen Interessen miteinander vernetzt. Neben dem praktischen Anleiten konnten die Ehrenamtlichen sich im Café Bauwagen einbringen und einen typischen Café-Betrieb meistern. Neben dem Herstellen von Kaffeespezialitäten, dem Verkauf von kühlen Getränken, backten die Jugendlichen Waffeln und bereiteten verschiedene Paninis zu. „Die Jugendlichen konnten sich frei nach ihren Interessen einem Angebot zuordnen, neues Erlernen und übernahmen pro Tag eine 4 Stunden Schicht. In der restlichen Zeit konnten die Jugendlichen den Jugendkirchentag einfach genießen und die Angebote nutzen“, sagt Nicolay.
15 Jugendliche waren gemeinsam mit Volker Heuser, Jugendbildungsreferent, und Britta Nicolay, Dekanatsjugendreferentin, in Alsfeld auf dem Jugendkirchentag gewesen. Gemeinsames Frühstücken in der Schulmensa, übernachten in Klassenräumen, Mitwirken beim Oasenmobil und dem Café Bauwagen, Angebote selbst nutzen, Spiritualität erleben und Gemeinschaft gestalten sind Aspekte, die den Jugendkirchentag auszeichnen. „das größte Geschenk zum Abschied war, dass viele Jugendliche sagten, dass es für sie ein tolles Erlebnis war und sie 2028 wieder dabei sein möchten“, berichtet Nicolay.